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Berge - Reisen - Abenteuer
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Vortrag - Australien
11.000 km Radabenteuer durch Down Under
Australien ist ein Land der extreme, endlosen Weite und fantastischen Landschaften. 6 Monate lang bereisten wir mit Fahrrädern diesen besonderen Kontinent und legten in dieser Zeit 11.000 km radelnd zurück. Der Start war in der nördlichsten Stadt Australiens in Darwin, welche im Bundesstadt Northern Territory liegt. Große Highlights waren dort der Besuch des Litchfield sowie Kakadu National Park mit seiner beeindruckenden Tierwelt. Weite Distanzen erforderten sorgfältige Planung, 500 - 600 km Entfernung zwischen 2 Städten sind in Australien durchaus normal und waren doch immer wieder eine Herausforderung auf Grund der wenigen Möglichkeiten Wasser & Essen zu besorgen, weshalb dieses immer wieder über viele Tage ausreichend mitgenommen werden musste. So auch auf der legendären Gibb River Road in der Region der Kimberley im Bundesstaat Western Australia. Zum Großteil ist es eine Schotterstraße, die dem Begriff "Wellblechpiste" doch sehr nahe kommt. Dieser Teil Australiens offenbart einem aber einzigartige Wildnis in einem sehr dünn besiedelten Gebiet. Gut durchgeschüttelt von der Gibb River Road konnten wir aber wieder Kräfte auftanken beim legendären, über 20 km langen Strand Cable Beach in der Stadt Broome, welche in einer tropischen, farbenfrohen Landschaft liegt. Ein fantastisches Schauspiel bot uns die Region Pilbara mit ihren Spinifexgras überzogenen Hügeln. Die Erde erreicht hier ihr intensivstes rot ganz Australiens. Der Grund ist hier der hohe Eisengehalt, weshalb dieses Gebiet auch zur Schatzkammer Western Australiens zählt und Eisenerz im großen Stil abgebaut wird. So begleiteten uns regelmäßig rund 2 km lange Güterzüge der Mienen auf unserem Weg, sowie schroffe Gebirgszüge, zahlreiche Schluchten und Wasserlöcher im Millstream Chichester und dem bekannteren und gut besuchten Karijini National Park. Die größte Herausforderung wartete auf uns aber mit Sicherheit an der Westküste Australiens. Täglicher extremer Gegenwind verlangte uns wirklich alles ab. So wurden viele Fahrten in die Nacht verlegt wo der Wind doch etwas schwächer war um zumindest ein Stück voran zu kommen. Nach über bisher geradelten 6000 km erreichten wir die Stadt Perth. Die Skyline bietet einen ungewohnten Anblick, wenn man die letzten 3 Monate fast ausschließlich im Busch verbracht und die Ruhe und Einsamkeit lieben und schätzen gelernt hat. Der Südwesten bietet einen großen Kontrast gegenüber der bisherigen Landschaft. Grüne Wiesen, Weizenfelder und Wälder mit bis zu 80 m hohen Bäumen versetzten einen in eine völlig andere Welt und bieten eine tolle Abwechslung zur bisherigen Landschaft Australiens. Ab dem kleinen Städtchen Norseman erwartete uns die einsamste Strecke unserer Tour in ganz Australien. Sind es durch die Nullarbor Ebene doch immerhin bis zur nächsten Stadt stolze 1200 km. Dazwischen nur Roadhäuser um unser Wasser auf zu füllen und flaches, Großteils Baumloses Land mit der beeindruckenden Steilküste der Großen Australischen Bucht. Mittlerweilen im Bundesstadt South Australia angekommen, besuchten wir den Gebirgszug Flinders Range, der mit absoluter Schönheit glänzte und unser absolutes Highlight der ganzen Australien Reise war. Fasziniert von dieser Schönheit zog es uns immer weiter Richtung Norden und somit mitten hinein ins Outback. Über eine Schotterstraße gings vorbei am Lake Eyre, einem Salzsee, der nur alle paar Jahre mit Wasser voll ist bis ins das kleine Minenstädtchen Coober Pedy, welches dafür bekannt ist reich an dem Schmuckstein Opal zu sein. Die Zeit war bisher wie Fluge vergangen, wir hatten nur noch wenige Wochen Zeit bis zu unserem Heimflug, die Wunschliste was wir aber noch alles sehen wollten riesengroß. Wir mussten uns entscheiden und so viel die Wahl auf die Insel Tasmanien, welche wir mit Bus und Fähre von Cober Pedy aus erreichten. Tasmanien unterschied sich ganz wesentlich vom Rest Australiens. Eine grüne Landschaft, mit Gebirgen durchzogen die den europäischen Alpen doch öfters ähnelten, faszinierende Sandstrände und sehr wechselhaftes Wetter. Regen ist auf dieser Insel kein Fremdwort, was das Radeln dort schon mal sehr mühsam machen kann und das noch kombiniert mit zahlreichen, teils sehr heftigen Steigungen. Aber auch wenn das Reisen mit dem Fahrrad in Australien uns manches Mal an unsere Grenzen brachte durch die oft endlosen Weiten, schlecht schmeckendes Wasser, Unmengen an Fliegen sowie gnadenlose Hitze und unbarmherzigen Wind, hat uns dieses Land doch in seinen Bann gezogen durch seine Einzigartigkeit und rauhen Wildnis, die man dort noch vor findet und zur Gänze spüren und fühlen kann. Dazu entstand ein einfühlsamer Vortrag, der ihnen das Land sehr nahe bringt mit all seinen Facetten, gekoppelt mit tollen Foto sowie Filmaufnahmen über das Land am Ende der Welt.
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